Utopien Erkämpfen, Leben, Verteidigen
Wer sich in der politischen Landschaft umschaut, könnte zur Zeit verzweifeln. Ein omnipräsenter Rechtsruck hin zu einem autoritären faschistoiden Staat. Kriege in al ihren Facetten und eine stetig voranschreitende Klimakatastrophe. Gleichzeitig häufen die Reichsten dieser Welt immer mehr Vermögen an. Der Rest muss sehen, wie er über die Runden kommt, während Arbeiter*innenrechte und sonstige schwer erkämpften gesellschaftlichen Fortschritte überall zurückgedrängt werden oder unter starkem Druck stehen. Aber nirgends findet man Antworten darauf, die sich nach rationalen Erkenntnissen richten und eine gerechte Welt und emanzipatorische Gesellschaft fordern.
Doch verzweifeln hilft nicht! Unser Weg zu einer solidarischen Welt ist der Anarchismus, eine Idee, die sich seit jeher gegen jegliche Herrschaft richtet und das schöne Leben fordert.
Dem Erstarken des Faschismus kann nur konsequenter und unermüdlicher Widerstand entgegengesetzt werden. Dem Kapitalismus und der bürgerlichen Gesellschaft müssen wir Gegenentwürfe präsentieren. Um unsere Utopien überzeugend verbreiten zu können, brauchen wir neben unserer Praxis eine fundierten theoretische Basis. Und weil gemeinsames Lernen und Bildung in einem solidarischen Rahmen viel mehr Spaß macht, als alleine Zuhause in Ohnmacht zu verfallen, veranstalten wir dieses Jahr zum zweiten Mal den anarchistischen Aktionsmonat in Vorbereitung auf die anarchistische 1.Mai-Demo in Hamburg. Wir haben wieder ein spannendes Programm ausgearbeitet und freuen uns darauf, euch zu sehen, bevor wir am Kampftag unserer Bewegung wieder energisch den Anarchismus auf Hamburgs Straßen bringen. Denn wir wollen unsere Utopie erkämpfen, erleben und verteidigen. – Am 1. Mai und an jedem Tag.
Am 1. Mai – Berliner Tor – 13 Uhr!

Donnerstag 27.3.2025, 18:30 Uhr, Infoladen Wilhelmsburg, Fährstraße 48, Hamburg Wilhelmsburg.
Waldbesetzungen – zwischen Utopie und Kampflinie.
Waldbesetzungen sind ein klassisches Mittel im Kampf um Klimagerechtigkeit. Hier stellen sich Menschen direkt und unmittelbar der Zerstörung der Natur und unser aller Lebensgrundlagen entgegen. Doch trotz – oder gerade wegen? – der direkten Konfrontation mit dem kapitalistischen, gewaltvollen System sind es auch anarchistsich geprägte Freiräume. Wie funktioniert das? Was bieten uns Waldbesetzungen und woran scheitern sie? Und was hat das mit Anarchismus zu tun? Wir geben einen Input aus unseren Erfahrungen und wollen uns anschließend mit euch austauschen und diskutieren. Im Anschluss gibt es veganes Essen für alle von WiWaKocht!
Veranstaltet vom WiWa bleibt!
Wir sprechen deutsch, Flüsterübersetzung auf Englisch ist wahrscheinlich möglich.
04.04. 19 Uhr, Sauerkrautfabrik. Vortrag und Diskussion: „Wir sind Klasse: Vergangenheit und Zukunft anarchosyndikalistischer Arbeitskämpfe“ | Veranstalter: Libertäre H-Burg
Genoss*innen aus der Syndikalismus-Forschung nehmen uns mit auf eine klassenkämpferische Zeitreise, die anarchosyndikalistische Arbeitskämpfe in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beleuchtet und wie wir aus der Sphäre der Produktion heraus tatsächlich eine Alternative zum Kapitalismus schaffen können.
06.04. 15 Uhr, Incito: Gemeinsam Gefangenen schreiben
Für die meisten Inhaftierten zählt der Erhalt von Briefen zu den wenigen Lichtblicken im Grau des Gefängnisalltags. Wir haben unsere Genoss*innen nicht vergessen – lassen wir sie es wissen! Solidarität ist eine Waffe – und manchmal auch ein Kugelschreiber.
11.04. 19 Uhr, Rote Flora: Filmvorführung „Pride“ mit anschließender Kneipe
Beruhend auf einer wahren Begebenheit: Weil die streikenden Kumpel unter den Repressionen der Polizei genauso leiden, wie die Londoner Schwulenszene, hat diese beschlossen, sich mit den Minenarbeitern zu solidarisieren. Doch niemand scheint die Spenden der „Perversen aus der Großstadt“ haben zu wollen – bis sie durch Zufall auf ein walisisches Dorf stoßen.
Der Film wird auf deutsch gezeigt und währendessen nicht geraucht. Anschließend gibt es eine Soli-Kneipe bei welcher dann geraucht wird.
CN für den Film: Homo- bzw. Queerfeindlichkeit, Gewalt, Polizeigewalt, AIDS, Tod, Drogenkonsum.
12.04. 18 Uhr Incito: Anarcha-Feminismus: Eine Kurzeinführung
Im Rahmen des anarchistischen Abends: Einleitend klären wir Grundlagen des Anarchismus und des Feminismus. Anschließend bringen wir diese beiden Strömungen in Verbindung und besprechen wieso es keinen Anarchismus ohne Feminismus geben kann. Hierbei nehmen wir Bezug auf die Geschichte des Anarchafeminismus sowie auf die aktuellen Auswirkungen. Abschließend gibt es während des Barabends Raum zum Ausklingen lassen und Austauschen.
19.04., 19 Uhr, LiZ: „Podiumsdiskussion: Umrisse der Weltcommune“ (zwischen schreibender Gruppe und ggf. FAU), Text: https://kosmoprolet.org/de/umrisse-der-weltcommune
Was bedeutet es, einen Alltag ohne Ausbeutung und Unterdrückung zu leben? In dem wir miteinander, ohne die Einschränkungen von Lohnarbeit und Staat, über unsere Lebensweise frei entscheiden können? Wie kann eine befreite Gesellschaft aussehen? Wie könnte eine Welt aussehen, in der wir ohne Zwang kollektiv unser Leben gestalten? Ein Diskurs basierend auf dem Text „Umrisse der Weltcommune“ der Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft.
*Vorkenntnisse nicht notwendig
25.04. 19:30 Uhr, Rote Flora: Queerer Soli-Barabend mit Pubquiz
Der 1. Mai ist ein Tag, an dem viele Perspektiven zusammenkommen. Um sich als Queers schon vorher zu Vernetzen, findet dieser Barabend statt. Auch Allies sind dabei herzlich willkommen. Alle Einnahmen gehen an kleine queere Projekte.
26.04.2025 | ab 22 Uhr, Café Brazil: Trash-Soli Party
Zum zweiten Mal laden wir euch anlässlich der anarchistischen 1. Mai Demonstration in Hamburg zu unserer großen Trash-Soli Sause in Lübeck ein. Erneut wird für uns DJ Trasharchy das Beste vom Schlechtesten auflegen damit wir gemeinsam das Tanzbein schwingen können und die Verhältnisse zum Tanzen zu bringen. Das bähste der 80er, 90er, 2000er und das bähste von Heute! Eure freundlichen Anarchist*innen aus der Nachbarschaft erwarten euch zu einem liebevoll chaotischen Abend. Für ein Lieben, Lachen und Tanzen in Freiheit!
02.05. 19 Uhr, Sauerkrautfabrik: „Tag der Arbeitslosen“
Wir laden ein zum „Tag der Arbeitslosen“ am 02. Mai: Denn die Arbeitslosen sind mehr als das „Ersatzheer“ der lohnabhängigen Klassen; auch wir sind KLASSE. An diesem Tag erholen wir uns vom Kampftag, sinnieren und diskutieren gemeinsam. Wider der Lohnarbeit und wider einer Ökonomie des Kapitals – bei Getränken und Kerzenschein.